Bayerns Integrationsbeauftragte Schreyer im Schulterschluss mit den bayerischen Landkreisen

11.09.2017: Die Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung legt bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund großen Wert auf den Dialog mit allen Beteiligten. Mit Präsident Christian Bernreiter und Geschäftsführer Dr. Johann Keller hat sie sich deswegen Mitte September über die Schwerpunkte ihrer zukünftigen Arbeit ausgetauscht.

Die Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung legt bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund großen Wert auf den Dialog mit allen Beteiligten. Mit Landrat Christian Bernreiter (Deggendorf), Präsident des Bayerischen Landkreistags, und Dr. Johann Keller, Geschäftsführendes Präsidialmitglied beim Bayerischen Landkreistag, hat sie sich deswegen Mitte September über die Schwerpunkte ihrer zukünftigen Arbeit ausgetauscht. 

Schreyer will dabei nicht nur die Geflüchteten in den Blick nehmen, sondern möchte den Fokus gerade auch auf die überwältigende Mehrheit unter den Menschen mit Migrationshintergrund, die keinen Fluchthintergrund haben, richten. So liegt ihr unter anderem die Zukunft der in Bayern lebenden türkischen Frauen besonders am Herzen. Anders als türkische Männer, die Deutsch lernten und einen Beruf ausübten, wären deren Frauen noch zu oft durch mangelnde Deutschkenntnisse und eine fehlende Berufsausbildung nach den Erziehungsjahren ihrer Kinder isoliert. Hier könne die Integration über den Arbeitsmarkt ein wichtiger Schritt sein. 

Aber auch eine gute Integrationsperspektive der nach Deutschland gekommenen anerkannten Asylbewerber und Flüchtlinge mit Bleiberecht steht auf der Agenda von Schreyer. Diese hänge maßgeblich von den Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt ab. Ebenso wie Bayerns Integrationsbeauftragte legt der Präsident des Bayerischen Landkreistags, Landrat Christian Bernreiter, hier Wert auf die Einhaltung gesetzlicher Rahmenbedingungen. „Die Bayerische Staatsregierung hat bereits im Mai dieses Jahres klare Vorgaben für die Beschäftigungs- bzw. Ausbildungserlaubnis für Asylbewerber geschaffen, die wir als staatliche Landratsämter unterstützen. Menschen mit Bleiberecht oder Bleibeperspektive sollen über den Arbeitsmarkt schnell und gut in unsere Gesellschaft integriert werden. Menschen, deren Asylantrag abgelehnt wurde, d.h. deren Asylverfahren keinen Erfolg hatte, müssen in ihre Heimat zurück. Die Erteilung einer Beschäftigungserlaubnis ist hier mit Ausnahme von Einzelfällen also nicht möglich. Ist die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber in absehbarer Zeit nicht realisierbar, prüfen unsere Ausländerbehörden die Voraussetzungen einer befristeten Beschäftigungserlaubnis.“ Bernreiter versicherte Schreyer im Gespräch, sich auf Ebene der Bezirksverbände und der Regierungen für eine faire Bewertungspraxis durch die Ausländerbehörden in diesen Fällen einzusetzen, auch wenn die Asylfrage den staatlichen Bereich der Landratsämter betrifft. „Die Identität muss geprüft sein, verschiedene Vorgaben wie beispielsweise Sprachkenntnisse erfüllt werden und es muss klar sein, dass der abgelehnte Asylbewerber nicht zurück in sein Heimatland kann.“ 

Bildunterschrift (von links nach rechts): Landrat Christian Bernreiter (Deggendorf), Präsident des Bayerischen Landkreistags, die Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Kerstin Schreyer, MdL, Dr. Johann Keller, Geschäftsführendes Präsidialmitglied beim Bayerischen Landkreistag