Landkreise optimieren Bürgerservice weiter

15.02.2017: „Die Meinung unserer Bürger bzw. Kunden ist uns wichtig.“ Dieser Leitsatz steht über den repräsentativen Bürger-/Kundenbefragungen, die die bayerischen Landratsämter 2015 bereits zum vierten Mal gemeinsam mit der GfK Marktforschung durchgeführt haben.

„Die Meinung unserer Bürger bzw. Kunden ist uns wichtig.“ Dieser Leitsatz steht über den repräsentativen Bürger-/Kundenbefragungen, die die bayerischen Landratsämter 2015 bereits zum vierten Mal gemeinsam mit der GfK Marktforschung durchgeführt haben. In knapp 3.600 telefonischen Interviews wollten die teilnehmenden Landratsämter 2015 wissen, wo Ansatzpunkte für weitere Serviceverbesserungen gesehen werden. Die Projektgruppe „Service- und Kundenorientierung“ des Bayerischen Innovationsrings wertet die Befragungsergebnisse zusammen mit allen Befragungsteilnehmern aus und stellt die daraus abgeleiteten Empfehlungen allen Landratsämtern zur Verfügung. „Mit der Bürger-/Kundenbefragung erfahren die Landkreise, wo die Bürger Defizite sehen, die Landkreisverwaltungen in Bayern können darauf reagieren und sich optimieren“, erklärt Robert Niedergesäß, Landrat des Landkreises Ebersberg und Leiter der Projektgruppe „Service- und Kundenorientierung“ des Innovationsrings. „Nur wer sich auf die Finger sehen lässt, kann noch besser werden.“ 

In ihrer jüngsten Sitzung in der Geschäftsstelle des Bayerischen Landkreistags hat sich die Projektgruppe daneben auch mit einem Leitfaden zum Ideen- und Beschwerdemanagement auseinandergesetzt. Bisherige Projektergebnisse sind insbesondere die Handlungs-empfehlungen für ein service- und kundenorientiertes Landratsamt, der Leitfaden zur Entwicklung und Umsetzung einer Bürger-/Kundenbefragung für die Landratsämter sowie der Leitfaden zur Einrichtung eines zentralen Kundenservice in den Landratsämtern. Der Projektgruppe gehören die Landkreise Aschaffenburg, Bad Kissingen, Bayreuth, Coburg, Ebersberg, Miltenberg, Mühldorf a. Inn, Oberallgäu, Regensburg, Roth und Schweinfurt an. 

Ziel des vom Tölzer Landrat Josef Niedermaier geleiteten Bayerischen Innovationsrings mit 26 Mitgliedslandkreisen ist es, die Landratsämter auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Zu diesen Herausforderungen zählen insbesondere die demographische Entwicklung, die Anforderungen unserer Informations- und Wissensgesellschaft, die Kommunalfinanzen sowie die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger an den Service und die Qualität von Verwaltungsleistungen. 

Als praktische Hilfestellungen veröffentlicht der Innovationsring regelmäßig Leitfäden, die von den Projektgruppen „Personal und Führung“, „Betriebswirtschaft“, „Organisation/eGovernment“ sowie „Service- und Kundenorientierung“ erarbeitet werden. Die Projektgruppen bilden die thematischen Schwerpunkte des Bayerischen Innovationsrings ab und verdeutlichen seinen ganzheitlichen Ansatz der Verwaltungsmodernisierung. Sämtliche Leitfäden können über die Internetseite des Bayerischen Landkreistags unter
http://www.bay-landkreistag.de/Landkreistag/BayerischerInnovationsring.aspx kostenlos abgerufen werden. 


Bildunterschrift:

Landrat Robert Niedergesäß (Landkreis Ebersberg), Leiter der Projektgruppe (1. Reihe 4. von links), Matthias Grund, GfK Marktforschung, und Klaus Geiger, Referent für Organisation, Verwaltungsmodernisierung, digitale Verwaltung beim Bayerischen Landkreistag mit den Sitzungsteilnehmern aus den Landkreisen Aschaffenburg, Bad Kissingen, Coburg, Ebersberg, Miltenberg, Mühldorf a. Inn, Nürnberger Land, Oberallgäu, Regensburg, Roth, Schweinfurt und Traunstein.