100 Jahre Deutscher Landkreistag; Präsidium des Bayerischen Landkreistags unter den Gratulanten in Berlin

09.09.2016: Vom 8. bis 9. September feiert der Deutsche Landkreistag in Berlin seinen 100. Geburtstag. Neben Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, gratulierten auch Präsident Christian Bernreiter, der erste Vizepräsident Thomas Karmasin, der zweite Vizepräsident Herbert Eckstein, die dritte Vizepräsidentin Tamara Bischoff und Geschäftsführer Dr. Johann Keller.

Vom 8. bis 9. September feiert der Deutsche Landkreistag in Berlin seinen 100. Geburtstag. Neben Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, waren selbstverständlich auch der Präsident des Bayerischen Landkreistags, Christian Bernreiter, der erste Vizepräsident Thomas Karmasin, der zweite Vizepräsident Herbert Eckstein, die dritte Vizepräsidentin Tamara Bischoff und das Geschäftsführende Präsidialmitglied des bayerischen Spitzenverbandes, Dr. Johann Keller, ebenso wie zahlreiche bayerische Landräte unter den Gratulanten in Berlin. „ Der Deutsche Landkreistag ist ein unverzichtbarer Verbündeter für den Bayerischen Landkreistag, wenn es darum geht, in der Bundeshauptstadt die Interessen der Landkreise zu vertreten. Ich gratuliere dem Deutschen Landkreistag persönlich und im Namen aller Landkreise in Bayern zu seinem 100-jährigen Bestehen. Das starke Bündnis mit dem Deutschen Landkreistag gibt mir trotz der Vielzahl an Herausforderungen Hoffnung, dass wir auch in Zukunft die enormen Aufgaben im kommunalen Bereich schultern können“, so Christian Bernreiter.

Präsident Landrat Reinhard Sager würdigte in seiner Festrede das Jubiläum: „Die Kreise haben in ihrer Dreifachfunktion als Gebietskörperschaft, Gemeindeverband und untere staatliche Behörde im Laufe der Zeit vor allem bei besonderen Herausforderungen ihre Leistungsfähigkeit, Einsatzbereitschaft und Bürgernähe bewiesen. Das war schon in und nach beiden Weltkriegen so, als die Ernährungssicherung, Wohnungsfürsorge, Sicherung des Lebensunterhalts, die Gesundheitsfürsorge und vieles mehr für die Bevölkerung gewährleistet werden mussten.“ Auch in jüngster Zeit hätten die Kreise – oft im Verbund mit ihren Gemeinden – bei vielfältigen Herausforderungen bewiesen, dass man sich auf sie verlassen könne. „Ich erinnere nur an die vielfältigen Aufgaben bei der Flüchtlingsunterbringung und -integration, die uns in besonderem Maße gefordert haben und weiter fordern werden, aber auch an die Bekämpfung zahlreicher Hochwasser und andere plötzliche Ereignisse.“

Daneben leisteten die Kreise im Rahmen der Daseinsvorsorge dauerhaft und verlässlich viel für ihre Bevölkerung in der Sozial- und Jugendhilfe, in der Krankenhausversorgung, als Schulträger, im Umweltschutz, in der Kreislaufwirtschaft, beim Straßenbau und vielen anderen Bereichen mehr. „Bei der Wiedervereinigung vor 26 Jahren ist es gelungen, das große Leistungsspektrum der Kreise in Westdeutschland auf die durch Gebiets- und Funktionalreformen ertüchtigten Kreise in den fünf neu gebildeten Ländern zu übertragen. Dabei haben viele westdeutsche Landkreise Verwaltungshilfe geleistet und tatkräftig zur Seite gestanden, um der kommunalen Selbstverwaltung auch in den neuen Ländern zur Entfaltung zu verhelfen“, so Sager.

Auch generell seien viele Kreise immer wieder freiwillig und experimentell vorangeschritten, um die Infrastruktur zu verbessern oder die Integration von Menschen in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. „Deshalb haben wir uns 2002 nach langer Diskussion bereiterklärt, die Trägerschaft für die zusammenzufassende Arbeitslosen- und Sozialhilfe zu übernehmen. Ich denke, wir haben seit mehr als einem Jahrzehnt in den anfangs 69 und derzeit 105 kommunalen Jobcentern (Optionskommunen) bewiesen, dass wir der gewachsenen Verantwortung gerecht geworden sind und der Wettbewerb der Systeme den Langzeitarbeitslosen im Lande geholfen hat.“

Wenn die Arbeit des Landkreistages auf große Anerkennung stoße, gelte diese in allererster Linie den Landkreisen, ihren Mitarbeitern sowie den tausenden ehrenamtlich mitwirkenden Kommunalpolitikern. Sager: „Die Hauptaufgabe des Deutschen Landkreistages und seiner Landesverbände besteht darin, für dieses vielfältige gestalterische Wirken günstige Rahmenbedingungen, die wesentlich durch die Gesetzgebung in Bund und Ländern bestimmt werden, zu erreichen.“