Bayerischer Landkreistag in Veitshöchheim; Ausbau der Breitbandversorgung in dünn besiedelten Gebieten stockt – Telekommunikationsunternehmen stärker in die Pflicht nehmen

09.05.2019: Die bayerischen Landräte haben sich im Rahmen ihrer Landkreisversammlung 2019 im Landkreis Würzburg dafür ausgesprochen, die Telekommunikationsunternehmen beim Breitbandausbau stärker in die Pflicht zu nehmen.

Die bayerischen Landräte haben sich im Rahmen ihrer Landkreisversammlung 2019 im Landkreis Würzburg dafür ausgesprochen, die Telekommunikationsunternehmen beim Breitbandausbau stärker in die Pflicht zu nehmen. In verschiedenen bayerischen Landkreisen wie Passau oder Rhön-Grabfeld hat sich beispielsweise die Deutsche Telekom in den zurückliegenden Monaten nicht mehr an Ausschreibungen für den Breitbandausbau beteiligt. Hintergrund dafür ist die jüngste Entscheidung der Telekom, sich deutschlandweit nicht mehr an Ausschreibungen mit weniger als 50 Haushalten zu beteiligen. Dadurch bleiben „weiße Flecken“ wie Aussiedlerhöfe, Weiler, manche Dörfer und Randgebiete, die nicht angeschlossen werden können. Genau dort setzt die Bayerische Staatsregierung mit dem sogenannten Höfebonus-Programm an. Mit dem zum 1. Juli 2017 gestarteten Höfebonus-Programm wurden zusätzliche Fördermittel speziell für den Breitbandausbau in dünn besiedelten Regionen bereitgestellt. Dieses Programm wurde durch die bayerischen Kommunen intensiv genutzt. Die Entscheidung der Telekom führt dazu, dass die Kommunen die bereitgestellten Fördermittel vielfach nicht in Anspruch nehmen können. „Leistungsstarkes und flächendeckendes Breitband ist ein Standortfaktor für uns und gerade beim Thema Fachkräftesicherung und Stärkung unserer Wirtschaft essentiell. Als Hochtechnologieland können und dürfen wir uns keine Rosinenpickerei erlauben“, so der Präsident des Bayerischen Landkreistags, Landrat Christian Bernreiter.