Volles Haus im Rahmen der Langen Nacht der Architektur – Ausstellung der bayerischen Naturparke als Zugpferd

18.01.2019: Am 18. Januar 2019 war es wieder soweit: 76 Gebäude und Projekte konnten im Rahmen der „Langen Nacht der Architektur“ von der interessierten Öffentlichkeit in München bestaunt werden.

Am 18. Januar 2019 war es wieder soweit: 76 Gebäude und Projekte konnten im Rahmen der „Langen Nacht der Architektur“ von der interessierten Öffentlichkeit in München bestaunt werden. Mehr als 35.000 Besucher nahmen an der von der BAU, der Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme, organisierten Veranstaltung teil. Auch das Haus der bayerischen Landkreise war wie bereits 2015 und 2017 wieder mit dabei und wurde sehr gut besucht. Bereits eine Stunde vor dem offiziellen Anpfiff im Hauptquartier von Siemens kamen zur Freude von Emil Schneider, Finanzdirektor beim Bayerischen Landkreistag und Sarah Honold von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die ersten Interessierten. Das ist sicherlich der interessanten Architektur des Gebäudes, aber auch der politischen Arbeit des Verbands und vor allem den bayerischen Naturparken, die aktuell im Foyer eine Ausstellung haben, zuzuschreiben. 

Bis die Gremien des Bayerischen Landkreistags 2007 die Entscheidung zur Sanierung trafen, fiel das Gebäude wenn überhaupt nur durch die prominente Lage zwischen verschiedenen Ministerien, großen Behörden, in der Nähe von Staatskanzlei und Bayerischem Landtag, auf. Das ist seit der 2010 abgeschlossenen Komplettsanierung anders. Die ehemals vornehme aber anonyme Travertinfassade aus den 1950er- Jahren, die sich unauffällig zwischen die Nachbarhäuser schob, ist Vergangenheit. Heute erstrahlt selbstbewusst in edlen scharf geschnittenen Lettern der Schriftzug "Haus der bayerischen Landkreise" vor glänzend weiß schimmernden Fliesen, die das Licht reflektieren und gleichzeitig das Grün der Bäume in sich aufnehmen. Auch innen erinnern nur noch Bilder an das, was einmal war. Das Münchner Büro Morpho-Logic und die Architekten Ingrid Burgstaller und Michael Gebhard haben aus ehemals verschachtelten Grundrissen funktionale Raumfolgen gemacht. 

Herzstück der Geschäftsstelle ist und bleibt das Foyer. Wo sich früher ein Friseursalon befand, bewerben die Landkreise heute mit wechselnden Ausstellungen ihre heimischen Trümpfe. Dass nicht nur viele Unternehmen „hidden champions“ sind, sondern auch die Landkreise selbst, stellen dabei immer wieder viele Besucher fest. Auch aktuell hat sich der helle und freundliche Raum seinen Namen als „Schaufenster der Landkreise“ verdient. Die gemeinsame Ausstellung aller bayerischen Naturparke war ein besonderes Zugpferd für die Besucher der Langen Nacht der Architektur und ein kleiner Vorgeschmack auf das, was in den 19 Naturparken geboten ist. Zwischen den Naturparken und den Landkreisen besteht seit jeher ein enges Band. Über 40 Landkreise sind an einem oder mehreren Naturparken beteiligt. Darüber hinaus besteht seit fast 50 Jahren eine Arbeitsgemeinschaft im Bayerischen Landkreistag. Deswegen dürfen die Naturparke die Räumlichkeiten des Verbands für ihre Ausstellung nutzen. Dass es in den Naturparken nicht nur viel zu sehen und zu lernen gibt, sondern die Kulinarik auch eine Rolle spielt, ließ Arjen de Wit vom Naturparkverband die Fans der Langen Nacht der Architektur selbst „probieren“. Verschiedene Naturparke hatten Säfte von Streuobstwiesen, aber auch regionales Bier und Glühwein für die Veranstaltung spendiert. 

Wie in den Vorjahren ging es den Besuchern neben der Architektur auch um die Arbeit des Verbands. Während der Führungen durch das Haus fielen viele Fragen zum Auftrag und zu den politischen Positionen des Bayerischen Landkreistags. Auch die zu diesem Zeitpunkt hochaktuelle Flutpolder-Diskussion interessierte die Besucher brennend. 

Die Wanderausstellung der bayerischen Naturparke kann noch bis Ende März während der Öffnungszeiten des Hauses der bayerischen Landkreise (Kardinal-Döpfner-Straße 8, 80333 München) von Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 12.00 Uhr sowie von 14.00 bis 16.00 Uhr und am Freitag von 9.00 bis 12.00 Uhr besichtigt werden. Danach geht sie auf Wanderschaft durch Bayern.