Berlin reagiert: Landkreise verschaffen sich Gehör bei Merkel; Termin am Montag - Bernreiter: "Werden ihr Situation eindringlich schildern"

24.09.2015: Die bayerischen Landkreise verschaffen sich Gehör bei Angela Merkel. Das Bundeskanzleramt hat einen Termin am kommenden Montag im Bundeskanzleramt bestätigt, erklärt Christian Bernreiter, Präsident des Bayerischen Landkreistags und Landrat von Deggendorf. Zu dem Gespräch sind alle drei Kommunalen Spitzenverbände Bayerns geladen.

Die bayerischen Landkreise verschaffen sich Gehör bei Angela Merkel. Das Bundeskanzleramt hat einen Termin am kommenden Montag im Bundeskanzleramt bestätigt, erklärt Christian Bernreiter, Präsident des Bayerischen Landkreistags und Landrat von Deggendorf. Zu dem Gespräch sind alle drei Kommunalen Spitzenverbände Bayerns geladen. Bernreiter wird gemeinsam mit dem Ersten Vizepräsidenten des Bayerischen Landkreistags, dem Fürstenfeldbrucker Landrat Thomas Karmasin, der Bundeskanzlerin aus erster Hand berichten, was sich in den bayerischen Landkreisen durch die hohen Flüchtlingszahlen abspielt.

Der Präsident des Bayerischen Landkreistags hatte die Kanzlerin am Wochenende angesichts der extremen Belastung der bayerischen Grenzregionen dringend um ein Gespräch gebeten. Sie sollte sich vor Ort ein Bild der Situation machen. „Die Kanzlerin hat auf unsere Einladung prompt reagiert“, so Bernreiter, auch wenn das Gespräch nun in Berlin stattfinde. Mit Landrat Karmasin aus Fürstenfeldbruck und ihm selbst seien die hauptsächlich betroffenen Grenzregionen vertreten. „Wir werden Angela Merkel eindringlich die Situation in den Kommunen schildern.“ Auch der Bayerische Städtetag und der Bayerische Gemeindetag werden mit ihren Präsidenten und je einem weiteren Vertreter teilnehmen.  

Christian Bernreiter hatte wiederholt das zögerliche Handeln des Bundes in der Flüchtlingskrise beklagt und dringend einen Masterplan sowie Solidarität unter den Ländern gefordert. „Die anderen Bundesländer verlassen sich darauf, dass die Arbeit in Bayern getan wird“, so der Präsident der bayerischen Landkreise. Durch die wiedereingeführten Grenzkontrollen stieg die Belastung besonders der südlichen und östlichen Landkreise über das zu bewältigende Limit.