Tag der Kommunikation im Haus der bayerischen Landkreise

11.04.2019: Kommunizieren ist das tägliche Brot eines Kommunalen Spitzenverbandes. Der Bayerische Landkreistag war deswegen auch gerne wieder Gastgeber für den „Tag der Kommunikation“ der Bayerischen GemeindeZeitung am 11. April.

Kommunizieren ist das tägliche Brot eines Kommunalen Spitzenverbandes. Ob es um politische Einflussnahme, Abstimmungsrunden mit Ministerien oder Informationen für die Öffentlichkeit geht – es gibt keine Kommunikation, die es nicht gibt. Der Bayerische Landkreistag war deswegen auch gerne wieder Gastgeber für den „Tag der Kommunikation“ der Bayerischen GemeindeZeitung am 11. April. Mit dem jüngsten BGH-Urteil zu den Amtsblättern, Projektkommunikation in Zeiten von Aktivbürgern und Ad-Hoc-Journalismus, aber auch Kampagnenplanung und sicherer Kommunikation standen Themen auf der Tagesordnung, die politisch Verantwortliche, aber auch deren Mitarbeiter, im Tagesgeschäft immer wieder beschäftigen. Das spiegelte sich auch unter den Teilnehmern wider, die von Mitarbeitern von Agenturen und Landratsämtern bis hin zu Bürgermeistern reichten.

In
sbesondere ein Urteil des BGH gegenüber der Stadt Crailsheim sorgte für Gesprächsstoff, was den zukünftigen Umgang mit Amts- und Mitteilungsblättern betrifft. Der Verlag „Südwest Presse“ hatte gegen das kostenlose Stadtblatt wegen wettbewerbswidrigem Verhalten geklagt. Die Stadt hat sich zwar gewehrt, unterlag aber mehrfach. Die Kommunen bewegen sich hier im Spannungsfeld zwischen ihrer eigenen Informationspflicht und den Rechten der Presse. Klar wurde im Rahmen des Vortrages von Gisela Goblirsch von pr-competence marketing communication und früher selbst einmal Journalistin bei der Süddeutschen Zeitung, dass die Kommunen natürlich über ihr eigenes (hoheitliches) Verwaltungshandeln, wozu Vorhaben der Kommunalverwaltung und des Kreistages gehören, berichten dürfen.

In einer Podiumsdiskussion, an der Dr. Dirk Walter, Redakteur Bayern & Region beim Münchner Merkur, Stefan Schelle, Bürgermeister von Oberhaching und Vorsitzender der Kommunalpolitischen Oberbayern sowie Dr. Andreas Bachmeier, Vorstand bei Engel & Zimmermann teilnahmen, manifestierte sich, dass Medien und Politik oft vor den gleichen Herausforderungen stehen. So beschrieb Dr. Walter, wie der Münchner Merkur selbstverständlich immer versuche, die möglichst differenzierteste Sichtweise für seine Leser darzustellen und dennoch nicht alle befriedigen könne. Auch Redakteure wären heute Druck von außen, der auch einmal als waschechte Drohung daherkäme, ausgesetzt. Trotzdem bliebe immer der Anspruch, dem Leser die Möglichkeit zu geben, zwei Sichtweisen einer Sache kennenzulernen. Bürgermeister Stefan Schelle berichtete, dass Meinungsbildung nicht nur in den Verlagen stattfindet. In jedem Verein oder auch in jeder Familie gäbe es Themen, die sehr schwierig seien, wenn es um die Grundeinstellung gehe. Eine differenzierte Meinung sei dann manchmal schwierig. Entscheidend sei am Ende aber immer eines: der Zusammenhalt. 

Bildunterschrift

Klaus Geiger, Referent für Organisation, Verwaltungsmodernisierung und digitale Verwaltung beim Bayerischen Landkreistag, stellte den sicheren Messenger für die Verwaltungen vor