Klimaschutz als gesellschaftliche Basisbewegung

16.09.2016: Bild: Dr. Johann Keller, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Bayerischen Landkreistags begrüßt die Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, Ulrike Scharf

Am 14. September 2016 hat der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.) ins Foyer des Haus der bayerischen Landkreise in München zu seinem 21. Mittagsgespräch geladen. Gastrednerin der mittlerweile schon zur Tradition gewordenen Veranstaltung war die bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, Ulrike Scharf. Dr. Johann Keller, geschäftsführendes Präsidialmitglied des Bayerischen Landkreistags, ließ es sich als Hausherr dabei nicht nehmen, die Ministerin persönlich willkommen zu heißen und kurz die angedachte Neuordnung der Lebensmittel- und Veterinärüberwachung mit der Ministerin zu besprechen. Beide waren sich einig darin dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Verbraucherinteressen, staatlicher Kontrolldichte und der Sicherstellung der Handlungsfähigkeit der einzelnen behördlichen Ebenen der Königsweg bleibt.

Das eigentliche „Mittagsgespräch“ drehte sich dann um andere, aber nicht weniger aktuelle Fragen. Auch in diesem Jahr konnte der ADFC mit "Radeln für das Klima – Lebensfreude mit Zukunftsverantwortung" zu einem lebhaften Austausch seiner Gäste aus Verbänden, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik anregen.

Im Rahmen der Mittagsgespräche werden seit Jahrzehnten aktuelle gesellschaftspolitische Themen vorgestellt und debattiert. Bevor die bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz Einblicke in die Klimaschutzaktivitäten des Freistaates bot, stellte ein Vertreter der Stuttgarter Züblin AG eine mobile Ladestation für Pedelecs in nachhaltiger Holzbauweise mittels eines Image-Filmes vor. Bei 535.000 verkauften E-Bikes 2015, verkaufen sich die rund 7 Meter breiten und rund 3 Meter langen mobilen Stationen mit Platz für 20 Räder fast von selbst.

Staatsministerin Ulrike Scharf sprach in ihrem Vortrag die Hoffnung aus, dass es der Bayerischen Klimaallianz gelingen wird, Klimaschutz zur gesellschaftlichen Basisbewegung zu machen. Der erste Bayerische Klimareport 2015 habe gezeigt, welche Auswirkungen der Klimawandel in Bayern bereits habe. So sei die Temperatur in Bayern in den letzten 100 Jahren um 1,5 Grad und in den Alpen sogar um 2 Grad gestiegen. Mit einer Reduktion der heutigen Pro-Kopf-CO2-Emissionen von 6 um 4 Tonnen bis 2050, hätte man in Deutschland noch einiges zu tun. Bei allen Anstrengungen dürfe man aber nicht vergessen, dass die Freiheit der individuellen Mobilität ebenso erhalten werden müsse, wie optimale verkehrstechnische Rahmenbedingungen der bayerischen Wirtschaft. Alle politischen Maßnahmen würden insgesamt nur dann helfen, wenn in der Bevölkerung das entsprechende geistige Wurzelwerk vorhanden wäre.