Landkreise fordern Planungssicherheit in der G 8/ G 9 Debatte

10.02.2017: In der schwelenden Diskussion um die Reform des Gymnasiums fordern die bayerischen Landkreise Planungssicherheit von der Staatsregierung. Der Präsident des Bayerischen Landkreistags, Christian Bernreiter und der Vorsitzende des Ausschusses für Recht und Bildung beim Bayerischen Landkreistag, Landrat Armin Kroder haben sich deswegen erneut an Staatsminister Dr. Spaenle gewandt.

In der schwelenden Diskussion um die Reform des Gymnasiums fordern die bayerischen Landkreise Planungssicherheit von der Staatsregierung. Der Präsident des Bayerischen Landkreistags, Landrat Christian Bernreiter, Landkreis Deggendorf, und der Vorsitzende des Ausschusses für Recht und Bildung beim Bayerischen Landkreistag, Landrat Armin Kroder, Landkreis Nürnberger Land, haben sich deswegen erneut in einem Schreiben an Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle gewandt. „ Als Schulaufwandsträger der Gymnasien brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen und eine Spur, in die unsere Schulen gesteuert werden können. Derzeit befinden sich unsere Schulen quasi im Leerlauf. Alle Argumente sind ausgetauscht, alle Interessenvertreter wurden gehört. Die Zeit ist reif für eine klare Entscheidung des Freistaats für das zukünftige bayerische Gymnasium“, so Bernreiter. 

Als Sachaufwandsträger und damit Finanzverantwortliche für die Gymnasien außerhalb der großen Städte benötigten die Landkreise Planungssicherheit für die Konzeption und den Bau neuer Gymnasien. Eine Parallelführung von G 8 und G 9 komme für die kleineren Gymnasien im ländlichen Raum nicht in Betracht. Außerdem würden sich nicht kalkulierbare Schülerströme ergeben, die am Ende den ländlichen Raum als Bildungsstandort gefährdeten. Die bayerischen Landräte sehen es daher als notwendig an, dass der Freistaat zeitnah die zukünftige Gymnasialform festlegt. Sie unterstützen die sich abzeichnende Rückkehr zum G 9, weisen aber auf den damit verbundenen finanziellen Mehraufwand und die Notwendigkeit staatlicher Finanzhilfen hin. 

Anlage: Schreiben an Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle