„Bionade“ und die wichtigste Arena für die Digitalisierung im Freistaat: Rhön-Grabfeld stellt bis September 2018 im Haus der bayerischen Landkreise in München aus

19.03.2018: "Rhön-Grabfeld - Zukunft" lautet die neue Ausstellung, die ab sofort bis 30. September 2018 zu den Öffnungszeiten der Geschäftsstelle kostenlos besichtigt werden kann.

Seit 2017 verbinden viele den Landkreis Rhön-Grabfeld in Unterfranken vor allem mit einem: der „Arena der Digitalisierung“, die in Bad Neustadt im Siemens-Elektromotorenwerk eröffnet wurde. Dass in dem unterfränkischen Landkreis mit rd. 85.000 Einwohnern, aus dem unter anderem auch das Kultgetränk „Bionade“ kommt, neben diesem außerordentlichen Entwicklungshotspot aber auch noch ganz andere wirtschaftliche TOP-Namen und innovative Mittelständler beheimatet sind, wissen in der Landeshauptstadt München noch nicht alle. Um das zu ändern hat der Landkreis gemeinsam mit den Unternehmen Preh, Jopp, Reich und FGB Steinbach eine Ausstellung konzipiert, die unter der Überschrift „Rhön-Grabfeld – Zukunft“ bis 30. September 2018 im Foyer des Hauses der bayerischen Landkreise, Kardinal-Döpfner-Straße 8, 80333 München zu sehen ist. 

Der ehemals agrargeprägte Landkreis gehört heute zu den großen wirtschaftlichen Aufsteigern in Deutschland. Bad Neustadt ist die erste bayerische Modellstadt für Elektromobilität. Fernab von elektromobilen Testversuchen sind hier in den letzten acht Jahren über 400 Arbeitsplätze im FuE-Bereich entstanden. Mit der Ausstellung zeigt Rhön-Grabfeld einen kleinen Ausschnitt aus dem, was es zu bieten hat. Mittelständler und globale OEMs (Siemens, LISI, RPC) – u.a. im Maschinenbau, der Elektrotechnik und im Automotive-Bereich – die von den Weltmärkten längst nicht mehr wegzudenken sind, haben in Rhön-Grabfeld ihre „Homebase“. Die Rhön-Klinikum AG baut derzeit ein Campus-Areal in Bad Neustadt für rd. 200 Mio. Euro. Schulen gibt es zur Genüge, aber auch die Wissenschaft ist mit dem dritten Standort der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt vertreten. Im Bereich der Elektromobilität sorgt sogar eine eigene Einrichtung, die Jakob-Preh-Schule, für Fachkräftenachwuchs. Dieser wird in der Rhön überall gebraucht. 

„Bei uns kann man aber nicht nur arbeiten. Wir wissen auch, wie man genießt“, so Landrat Thomas Habermann bei der Eröffnung der Ausstellung am 15. März 2018. Oberelsbach und Ostheim wurden erst letzte Woche durch Landwirtschaftsminister Brunner als Genussorte ausgezeichnet. Neben der Bionade kommt auch die Bierkultur nicht zu kurz. Zehn Brauereien, zwei Landwirte und eine Mälzerei haben sich unter der Marke „Wir sind Rhöner Bier“ zusammengeschlossen, um die regionale Bierkultur zu fördern.Im Rahmen der Eröffnungsfeier gab es deswegen auch Kostproben von der Klosterbrauerei Kreuzberg und von Rother Bräu aus Hausen. Auch eine eigene Kaffee-Rösterei gibt es noch im Landkreis. Die Rhön Kaffee Bühners Rösterei ist – wie könnte es anders sein – selbstverständlich auch Teil der Ausstellung. In Rhön-Grabfeld tut man etwas füreinander. 

Rhön-Grabfeld bietet und ist Zukunft. Dieses Gefühl bestimmte die geschlossene Eröffnungsveranstaltung am 15. März. Staatsminister a.D. Erwin Huber, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie im Bayerischen Landtag, der die Festrede hielt, attestierte Rhön-Grabfeld ein Landkreis zu sein, der heute die Früchte einer Arbeit sehen könne, die auf Mut, Tatkraft und auch Chancen gewachsen sind. Auch der Präsident des Bayerischen Landkreistags, der als Hausherr begrüßte, war sichtlich beeindruckt von dem, was in Rhön-Grabfeld geht. Er freute sich, dass das 2010 renovierte Haus der bayerischen Landkreise durch die Ausstellungen eine lebendige Botschaft des ländlichen Raums in der Landeshauptstadt wird. „Wenn man bis heute noch nicht die Gelegenheit hatte, selbst nach Rhön-Grabfeld zu fahren, so sollte man in den nächsten Monaten hierherkommen, um zu sehen, was man sich zukünftig nicht entgehen lassen sollte“, so Bernreiter. 

Die Ausstellung im Haus der bayerischen Landkreise (Kardinal-Döpfner-Str. 8, 80333 München) kann während der Öffnungszeiten (Montag bis Donnerstag 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr, Freitag 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr) kostenlos besichtigt werden. 

Bildunterschrift (1): (Von links nach rechts): Staatsminister a.D. Erwin Huber, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie im Bayerischen Landtag, Landrat Thomas Habermann, Landkreistagspräsident Landrat Christian Bernreiter 

Bildunterschrift (2): (Von links nach rechts): MdL Steffen Vogel, Landrat Thomas Habermann, Staatsminister a.D. Erwin Huber, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie im Bayerischen Landtag 

Bildunterschrift (3): (Von links nach rechts): Ministerialdirigent Michael Ziegler (Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr), Michael Graß, Referent für Kommunalrecht und Bildung beim Bayerischen Landkreistag, Theo Zellner, Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes